Leserbriefe

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  • Thomas Driesch, schrieb zum Thema:

    Einladung zur Diskussionsrunde mit Dr. Günter Krings

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    Die parteipolitische Ausrichtung des Heimatverein Odenkirchen ist bemerkenswert und überrascht mich nicht. 

    Jetzt bin ich gespannt, wann die "Bildungsreise" in den Landtag bzw. Bundestag stattfindet.

  • Stephan Wilms, schrieb zum Thema:

    Keine barrierefreien Abkühlorte im Osten: Wo bleibt echter Hitzeschutz?

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    Echter Hitzeschutz fängt bei der Bausubstanz an – nicht erst bei der Notversorgung!

    Die Diskussion um fehlende barrierefreie Abkühlorte im Osten Mönchengladbachs greift völlig zu kurz, solange das grundlegende Problem ignoriert wird: Solange im öffentlichen und privaten Raum falsch gedämmt wird, bleibt jeder vermeintliche Schutzraum am Ende eine Thermoskanne.

    Besonders fatal ist dabei, dass viele gängige Dämmstoffe nicht nur die notwendige sommerliche Reflektion und nächtliche Auskühlung verhindern, sondern mit ihren chemischen Zusätzen und Auswaschungen langfristig unser Grund- und Trinkwasser gefährden. Gleichzeitig zerstört diese Bauweise massiv die Biodiversität an unseren Fassaden und im urbanen Raum.

    Wenn Gebäude mit konventionellen Materialien eingepackt werden, bekämpfen wir nur die Symptome. Genau hier vermisse ich bei den politischen Vertretern – insbesondere auch bei den Grünen – klare Standpunkte und ein konsequentes Umsteuern. Wer heute über Hitzefolgen und Klimaanpassung spricht, darf nicht länger wegschauen, wie unsere Bausubstanz, das Grundwasser und die Natur gleichermaßen belastet werden. Echter Hitzeschutz beginnt bei diffusionsoffenen, ökologischen und naturverträglichen Materialien!

  • Stephan Wilms, schrieb zum Thema:

    Rathaus-Neubau bald auch mit Denkmal-Sanierung?

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    Der Hütchentrick beim Rathaus-Neubau Rheydt geht in die nächste Runde

    Was den Bürgern einst als schlanke, alternativlose Lösung verkauft wurde, mutiert mit Ansage zur finanziellen Dauerbaustelle. Kaum rollen die Bagger für den Abriss, wird die klassische Salami-Taktik angeworfen: Nachförderungen, Fristverschiebungen bis ins Jahr 2030 und nun plötzlich die überfällige Sanierung der historischen Denkmäler.

    Dass die Instandsetzung von historischem Rathaus und Kommandantur jetzt hastig über städtische Haushaltsanmeldungen nachgeschoben wird, offenbart ein fundamentales Fehlverständnis. Die energetische und technische Sanierung denkmalgeschützter Baukörper ist kein bürokratischer Verwaltungsakt nach dem Prinzip „Wünsch dir was“. Wer historische Substanz erhalten und funktional anbinden will, braucht eine intensive, messtechnische Begutachtung vor Ort – keine nachträglichen Wunschnotizen in der Haushaltsaufstellung. Wer ohne fundierte Bauphysik und Substanzanalyse plant, baut auf Sand und provoziert wissentlich die nächsten Kostenexplosionen.

    Dabei war die Warnung vor genau diesem Szenario längst da. Bereits zur Kommunalwahl habe ich auf dieses finanzpolitische Schönrechnen und das Kaschieren von Fehlplanungen hingewiesen. Dass im politischen Raum die Einsicht durchaus vorhanden war, zeigt das Beispiel des damaligen CDU-Kandidaten Dr. Christof Wellens: Er hätte dieses unkalkulierbare Projekt gestoppt, um den Haushalt zu schützen – wurde für diesen realistischen Kurs jedoch in klassischer Brutus-Manier von den eigenen Parteikollegen demontiert. Die Parteidisziplin wog schwerer als die ökonomische Vernunft.

    Die Zeche für diesen Starrsinn zahlen die Mönchengladbacher Bürger. Während für ein zentrales Verwaltungsmonument Millionen an städtischen Eigenanteilen, Zinslasten und jahrelangen Interimsmieten gebunden werden, bleiben die Schulen der Stadt auf der Strecke. An Bildungsstätten bröckelt der Putz, Sporthallen verfallen und für die Instandhaltung der Grundlagen fehlt angeblich das Geld. Eine behutsame, schrittweise Sanierung im Bestand hätte das finanzielle Risiko gestreckt und Handlungsspielräume gerettet. Was stattdessen exekutiert wird, ist die rücksichtslose Verdrängung kommunaler Kernaufgaben zugunsten eines Prestigeprojekts.

    Stephan Wilms
    ISO/IEC 17024 zertifizierter Sachverständiger
    Mönchengladbach

  • Burkhard Halm, schrieb zum Thema:

    Der Seniorenrat informiert: Seniorenrat sucht direkte Gespräche mit den älteren Bürgerinnen und Bürgern der Stadt

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    Da habe ich mal ne Frage:
    Warum gibt es eigentlich keinen Termin in Odenkirchen?

  • Presbyterium der Ev. Kirchengemeinde Odenkirchen, schrieb zum Thema:

    Parken am Gemeindehaus und -Büro

    Seit vielen Jahren ist die Parksituation in der Pastorsgasse angespannt. Das ist insbesondere den im Gemeindehaus und -büro verkehrenden Besuchern der diversen Gruppen, Chöre usw. aber auch den dort beschäftigten Mitarbeiterinnen und unseren Pfarrern mehr als bekannt. 

    Kinder werden gebracht und abgeholt. An zwei Nachmittagen findet zusätzlich der Konfirmandenunterricht statt. Aber auch unser Hausmeister muss mit seinen Gerätschaften vor Ort parken können. Die Besucherfrequenz ist zu unserer Freude groß und wird sich nach den Renovierungsarbeiten sicher noch erhöhen. Hierfür benötigen wir unseren dafür zur Verfügung stehenden Privatparkplatz.

    Trotz Hinweisschilder stellen dort auch viele Fahrer, die gar nicht zu uns kommen, ihre Autos ab. Bei persönlicher Ansprache auf dieses Fehlverhalten sind wir meistens auf Unverständnis gestoßen. Es kam z.T. zu rüden verbalen Ausfällen gegenüber unseren Gästen und Mitarbeitern. U.a. ist einem unserer Mitarbeiter hierbei bereits über einen seiner Füße gefahren worden. Er hatte zufällig Sicherheitsschuhe an. Lediglich aufgrund dieser Tatsache wurde eine körperliche Verletzung verhindert.

    Das von uns kontaktierte Ordnungsamt der Stadt Mönchengladbach kann uns aus rechtlichen Gründen nicht helfen, weil es sich eben um einen Privatparkplatz handelt.

    Es wurde uns geraten anwaltliche Unterstützung zuzuziehen. Wir sind uns bewusst, dass die Gebühren, die der Anwalt verlangt, hoch sind. Aber „preiswerter" tritt leider niemand in Aktion. Die Gemeinde selbst erhält kein Geld für das widerrechtliche Parken. Alternativ könnten wir die Autos auch abschleppen lassen. Das würde die Sache jedoch noch kostspieliger machen.

    Wir bitten um Verständnis für unsere Vorgehensweise. Leider haben wir keine andere Lösung gefunden. Den Parkraum benötigen wir für unser Gemeindeleben. Sollten Sie andere Ideen oder Lösungen kennen, haben wir für Ihre Vorschläge gerne ein offenes Ohr.

    Das Presbyterium der Ev. Kirchengemeinde Odenkirchen

  • Ute Paulußen, schrieb zum Thema:

    Kirche und Augenmaß - passt das noch zusammen?

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    Mit großem Befremden habe ich erlebt, dass die evangelische Kirche in Odenkirchen ihren Privatparkplatz durch myparkplatz24 überwachen lässt. 

    Direkt beim ersten Parkverstoß, unabhängig von der Dauer, erhält man ein 7seitiges anwaltliches Schreiben der Kanzlei Jan Bröcker aus Hasbergen. Es beinhaltet eine Forderung über  EUR 220,27 sowie einer strafbewehrten Unterlassungs- und Verpflichtungserklärung mit einem äußerst kurzen Zahlungs- bzw. Erledigungsziel. 

    Durch die Unterlassungserklärung werden bei einem erneuten Parkvorgang, direkt mehrere tausend Euro fällig, so dass es mir nicht mehr möglich ist, am Gemeindebüro zu parken, wenn ich dort etwas zu erledigen hätte - obwohl ich der evangelischen Gemeinde angehöre. Beispielsweise gehe ich regelmäßig zur Blutspende, die dort bisher durchgeführt wurde. Der Blutspende-Standort wurde nun glücklicherweise, in die Astrid-Lindgren-Schule verlegt. Würde dies weiterhin im Gemeindebüro stattfinden, könnte ich dementsprechend hier an einem solchen Termin nicht mehr teilnehmen. 

    Selbstverständlich darf ein Grundstückseigentümer seinen Privatparkplatz schützen, daran gibt es keinen Zweifel. Die Frage ist jedoch, ob dieses Vorgehen angemessen ist-insbesondere dann, wenn es ohne Vorwarnung erfolgt. Weiterhin ist es unabhängig davon, ob jemand nur wenige Minuten dort gestanden hat. 

    Es gibt keinen Hinweis zu dieser Parkplatz Überwachung. Von einer Kirche erwarten viele Menschen, nicht nur die konsequente Wahrung ihrer Rechte, sondern auch Fairness, Verhältnismäßigkeit und ein Stück Menschlichkeit. 

    Umso befremdlicher wirkt ein Vorgehen, das auf viele Betroffene eher den Eindruck einer konsequenten juristischen Abschreckung, als eines verständnisvollen Umgangs macht. Es stellt sich die Frage, ob eine Kirche ihrem Auftrag gerecht wird, wenn sie bei einem erstmaligen Parkverstoß sofort den anwaltlichen Weg beschreitet. Wären deutliche Hinweisschilder, eine Verwarnung oder ein maßvolleres Vorgehen nicht eher mit den Werten vereinbar, die eine Kirche nach außen vertreten möchte? 

    Vielleicht sollten die Verantwortlichen darüber nachdenken, welches Signal sie damit an die Menschen in Odenkirchen senden. Vertrauen gewinnt man nicht durch möglichst hohe Forderungen, sondern durch Fairness und Augenmaß. 

    Ute Paulußen

  • Werner Marx, schrieb zum Thema:

    Der Umbau der kath. Kirche St. Antonius Wickrath wird vorerst gestoppt!

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    Eine späte Erkenntnis, den Umbau von St. Antonius Wickrath zu stoppen!

    Ein Haus ins Haus zu bauen ist eine skurrile Idee, gelinde ausgedrückt.  Die Kath. Kirche spart an allen Ecken und wollte scheinbar in der Pfarrkirche St. Antonius Wickrath eine Ausnahme machen.

    Zu dem Priestermangel in unserer Region und den nur alle zwei Wochen stattfindenden hl. Messen gibt es in 2026 in Wickrath für die Gläubigen keine Gelegenheit zum Messbesuch!

    Die katholische Festtage im ersten Halbjahr 2026 konnten nicht gefeiert werden. Taufen, Heirat, das Requiem, das Sechswochenamt und das Jahrgedächtnis  stellten die Menschen vor große Probleme.

    Was man völlig außer Acht gelassen hat, dass nur noch ältere Menschen in die Kirche gehen.

    Wie die älteren Gläubigen in die umliegenden Pfarren gelangen sollten, wurde scheinbar nicht bedacht.

    Ursprünglich hieß es, die Kirche soll halbiert werden. Das wäre auch jetzt noch möglich. Ein Beispiel, die Marienkirche Rheydt. Eine gläserne aufschiebbare Glaswand trennt die Vorkirche vom Altarraum.

    In St. Antonius Wickrath könnte diese Trennwand noch weiter in den Altarraum gestellt werden und hätte unter der Orgelkanzel Platz für andere Zwecke.

    Die Trennwand sollte noch soviel  Raum lassen, dass die „Weyland-Orgel“ ihren Sinn behält. Das ist bei diesen seltsamen Planungen nicht berücksichtigt worden.

    Die Orgel, ein Kernstück jeder Katholische Kirche, sollte vom Altarraum getrennt werden, ein Unding und keiner hat protestiert!


    Werner Marx, Wickrath

  • Frank Polixa, Caritasverband Region Mönchengladbach e.V., schrieb zum Thema:

    Zum Leserbrief von Heinz Herbert Paulus im Lokalboten am 14. April 2026 betreffend den Umbau der Caritaskirche St. Albertus

    Herr Paulus sagt, die Caritas schaffe mit dem Beginn der Umbauarbeiten in der Caritaskirche St. Albertus Fakten im Hinblick auf den Tagestreff des Vereins Wohlfahrt für wohnungslose und von Wohnungslosigkeit bedrohte Menschen. Diesen Vorwurf weisen wir zurück. Der Caritasverband setzt um, was von der Stadt Mönchengladbach genehmigt worden ist. Die erteilte Baugenehmigung der Stadt ist vom Verwaltungsgericht Düsseldorf in mehreren Eilverfahren ausdrücklich bestätigt worden.
     
    Der Caritasverband hat die mit der Stadt abgestimmte Planung im November 2024, vor inzwischen fast eineinhalb Jahren also, der Öffentlichkeit vorgestellt. Im zweiten Halbjahr 2025 hat die Stadt nach einem Beschluss der Politik die Gesellschaft für innovative Sozialforschung und Sozialplanung e. V. (GISS) mit der Erarbeitung eines ganzheitlichen Konzepts für den Umgang mit „marginalisierten Gruppen“ im öffentlichen Stadtraum Mönchengladbachs beauftragt. Dieses Konzept soll im September 2026 fertig sein. Danach will sich die Kommunalpolitik mit den Ergebnissen beschäftigen. Im Zuge dieser Beratungen soll dann auch politisch entschieden werden, ob die Leistungsvereinbarung zwischen Stadt und Verein Wohlfahrt für den Betrieb des Tagestreffs auch für den Standort Caritaskirche gilt. (Davon übrigens konnte bei der Planung nicht ausgegangen werden, denn nach Aussage einer Partei im Sozialausschuss sei es noch nie vorgekommen, dass die Politik über den Standort einer von einem sozialen Träger betriebenen Einrichtung entschieden hat. Wobei sie selbstverständlich jedes Recht dazu hat, es war nur offenbar in der Vergangenheit nicht üblich.)
     
    Sollten sich die Politikerinnen und Politiker dagegen entscheiden, wird es keinen mit städtischen Mitteln betriebenen Tagestreff für wohnungslose Menschen in der Caritaskirche geben. Dieses Risiko trägt der Caritasverband, der die Geschäfte des Vereins Wohlfahrt führt und die Caritaskirche St. Albertus in Erbpacht von der Pfarre St. Vitus übernommen hat. Wir müssten dann entscheiden, was mit der Fläche des geplanten Tagestreffs – die etwa ein Fünftel der gesamten Fläche in der Kirche ausmacht – passieren soll.
     
    Weshalb hat die Caritas trotz dieses Risikos mit dem Umbau begonnen? Ende 2026 endet der Mietvertrag in den jetzigen Räumen des Tagestreffs an der Erzberger Straße. Würden wir erst im Herbst 2026 mit dem Umbau starten, gäbe es keine realistische Chance, eine nahtlose Unterbringung des Tagestreffs zu gewährleisten.
     
    Hinzu kommt: Rund 80 Prozent der Fläche in der Caritaskirche St. Albertus sind für eine andere Verwendung vorgesehen, unter anderem für einen Multifunktionsraum für kleinere Veranstaltungen und dringend benötigte Büros für Caritas-Mitarbeitende, da unsere direkt nebenan gelegene Geschäftsstelle aus allen Nähten platzt. Es geht bei dem Umbau also nicht nur um den Tagestreff, wenngleich sich die geführte Diskussion nahezu ausschließlich um diesen Teil des Projekts dreht.
     
    Herr Paulus unterstellt, für die Caritas sei der Umzug wirtschaftlich attraktiv, jedoch keine gute Lösung aus Sicht der Steuerzahler, außerdem „sozialunverträglich“. Zunächst: Wenn man die Inklusion von wohnungslosen Menschen mit Hilfebedarf als sozialunverträglich bezeichnet, sind wir weit gekommen.
     
    Richtig ist, dass es in der Caritaskirche St. Albertus bereits mehr als vier Jahre lang ein Angebot für wohnungslose Menschen gegeben hat: Im Rahmen unseres Mittagstisches haben wir bis Mitte 2025 auf eigene Kosten rund 13.000 Essen ausgegeben, ohne dass sich bis zur Veröffentlichung der neuen Pläne jemand darüber beschwert hätte. Herr Paulus blendet darüber hinaus vollkommen aus, dass die Räume an der Erzberger Straße erhebliche qualitative Mängel aufweisen. Die geplanten Räumlichkeiten für den Tagestreff in der Caritaskirche St. Albertus sind deutlich größer, sie sind qualitativ gut – und sie kosten dieselbe Miete wie bisher. 
     
    Zum Thema „wirtschaftlich attraktiv“: Eigentlich müsste Herr Paulus aus seiner aktiven Berufszeit in Mönchengladbach wissen, dass man als Träger einer solchen Einrichtung kein Geld verdienen kann. Falls er es damals dennoch geschafft hat, sind wir dankbar für eine Nachhilfestunde.
     
    Wir gehen jedenfalls davon aus, dass es für die Stadt und die Stadtgesellschaft erheblich teurer würde, wenn ein qualitativ ähnliches Angebot an anderer Stelle geschaffen würde. Auch deshalb können wir mit großer Überzeugung sagen: Der Verein Wohlfahrt und die Caritas machen der Stadt und der Stadtgesellschaft ein sehr attraktives Angebot.
     
    Ein Wort zum Schluss: Die Situation in den meisten deutschen Großstädten rund um Bahnhöfe ist kritisch. Ein Tagestreff für wohnungslose Menschen ist kein Drogenkonsumraum und kann daher bestimmte Suchtproblematiken nicht bearbeiten. Die Situation hinter dem Bahnhof in Mönchengladbach ist so, weil Menschen von vielen anderen Plätzen in der Stadt vertrieben wurden. Die Frage ist doch: Setzen wir auf Inklusion und Durchmischung von Bevölkerungsgruppen oder schaffen wir lieber No-go-Areas und exkludieren Menschen? Zu unserem christlichen Menschenbild gehört auf jeden Fall das Miteinander und das Aufeinander-Zugehen. Gerade Herrn Paulus sollte dieses Menschenbild nicht ungeläufig sein.
     
    Frank Polixa
    Caritasverband Region Mönchengladbach e.V.

  • Heinz Herbert Paulus, schrieb zum Thema:

    "Umbau der Caritaskirche St. Albertus startet" vom 6. April 2026

    Die Caritas schafft mit dem Beginn der Umbauarbeiten für den Tagestreff für Wohnungslose und von wohnungslos bedrohten Menschen im ehemaligen Gotteshaus am Adenauerplatz Fakten.

    Die Stadt Mönchengladbach hat nach einem politischen Beschluss eine Studie bei der (GISS) Gesellschaft für innovative Sozialforschung und Sozialplanung in Bremen  in Auftrag gegeben; die endgültige politische Freigabe für den Betrieb steht noch aus.

    Ursprünglich sollte die hiesige Sozialverwaltung nach einem politischen Beschluss die städtischen Sozialplanung u.a. für den Personenkreis der Wohnungslosen aufarbeiten, darstellen und für mehr Planungs- und Bedarfssicherheit sorgen. 

    Das Sozialdezernat verfiel danach leider jedoch über diese Problemstellung offensichtlich in einen Tiefschlaf. Durch die damalige Untätigkeit des Sozialdezernates kommt es nunmehr zu Unklarheiten und Unsicherheiten bei der Nachbarschaft am Adenauerplatz. 

    Die Caritas will das Tagestreffangebot auf der Erzberger Str. aufgeben und dafür nach einem 3,5, Mio. teuren Umbau in das ehemalige Gotteshaus am Adenauerplatz umziehen. Aus Sicht der Caritas sicherlich eine wirtschaftlich attraktive Lösung, das nicht mehr für kirchliche Zwecke zu nutzende Gebäude zukünftig zu verwenden, und zwar, wie sie hoffen, mit stetiger Zuwendung öffentlicher finanzieller Mittel aus Leistungsverträgen. Aus Steuerzahlersicht (wegen nicht effizient verwendeter Mittel) und für die dortige Nachbarschaft eine beschwerliche wirtschaftliche, sozialunverträgliche und sozialplanerisch ins Leere laufende Lösung.

    Eine Standortsuche im Umfeld des Hauptbahnhofs, somit da, wo sich der problematischste Personenkreis aufhält und der Bedarf für ein Tagestreffaufenthalt am sinnvollsten wäre, wurde seitens der Caritas gar nicht unternommen oder in Erwägung gezogen. Man hatte ja quasi die optimale „christliche“ Lösung für sich gesehen vor der Haustür auf der Albertusstr., wer sollte denn hiergegen schon etwas haben?
     
    Zu erwarten ist, dass sich der Personenkreis der Wohnungslosen weiterhin hauptsächlich im Bereich des Hauptbahnhofs MG aufhalten wird, dort aber weiterhin kein Betreuungsangebot vorfinden wird.

    Das Sozialdezernat macht bei der Nachfrage in der Öffentlichkeit, warum man damals nicht schon auf eine Alternativstandortsuche bestanden hat, heute den „Hans Guck-in-die- Luft“.

    Eine Sache sollte auf jeden Fall für den Steuerzahler in MG klar sein, nämlich, dass die Problemlage im Umfeld des Hauptbahnhofs in MG weiterhin sehr kritisch ist und ungelöst bleibt. Das Sozialdezernat hat durch die Versäumnisse in der Vergangenheit das „Heft des Handelns“ aus der Hand gegeben, überlässt die unangenehmen Aufgaben und Entscheidungen der Kommunalpolitik, bzw. jetzt durch eigenes Nicht-Handeln der Caritas. Derweil bleibt die Nachbarschaft am Adenauerplatz im Regen stehen und alle warten jetzt geduldig auf die eierlegende Wollmichsau durch die GISS, die die Verantwortung anstelle der beruflich dafür Bezahlten tragen soll.

    Heinz Herbert Paulus

  • Karl-Heinz Schiffer, schrieb zum Thema:

    Weitere Ausdehnung der Tempo 30-Zonen in der Stadt MG

    30 km Zonen noch weiter ausdehnen .....

    Also wirklich, wer hat nicht den Eindruck, dass bereits heute fast die ganze Stadt aus 30 km/h Zonen besteht. Jetzt soll mit einem hohen Kostenaufwand wohl auch noch der Rest der Stadt auf 30 km/h Zonen erhöht werden. Das sollte wenigstens billiger zu machen sein. Wie? Ganz einfach. Macht aus ganz Mönchengladbach eine einige 30 km/h Zone. Dann stellt ihr nur noch da Schilder auf, wo es schneller möglich ist. 

    Karl-Heinz Schiffer

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