Die Linke: "Wenn Olympia, dann richtig!"

Mönchengladbach

Foto: Die Linke

Die Ratsfraktion Die Linke / Die PARTEI hatte sich gegen eine Olympia-Bewerbung ausgesprochen. Den Willen der Bürger/innen akzeptiert sie jedoch und wird sich nun konstruktiv dafür einsetzen, dass die angekündigten ökologischen und sozialen Standards auch tatsächlich eingehalten werden.

Vor diesem Hintergrund bringt die Fraktion noch in diesem Ratszug einen Antrag ein, der die schnelle und konsequente Umsetzung der Bahnanbindung des Nordparks fordert: „Wir stellen den Antrag unter das Motto „Mehr CDU wagen‘“, erklärt das Ratsmitglied der PARTEI, Ulas Zabci. „Dabei geht es um mehr als Satire.“ Bereits in den 1990er Jahren verwies der CDU-Stadtplaner Helmut Hormes auf die vorhandene Infrastruktur: Die Gleise seien „sofort nutzbar“ und könnten den Nordpark unter anderem Richtung Rheydt oder grenzüberschreitend anbinden – ein wirksamer Beitrag zur Lösung der Parkplatzprobleme.

Dass die Bahnanbindung keine linke Utopie ist, zeigt auch eine Vorlage der Stadtverwaltung aus dem Jahr 2024.

„Jetzt gilt es, das Momentum Olympia zu nutzen“, erklärt der Fraktionsvorsitzende Sebastian Merkens. „Doch auch unabhängig von möglichen Olympischen Spielen wäre die Bahnanbindung ein echter Gewinn für die Stadt: Bei Borussia-Heimspielen, Open-Air-Konzerten und zahlreichen weiteren Veranstaltungen – aber auch im Alltag für Beschäftigte und Anwohnende. Diese Maßnahme ist ein Baustein nachhaltiger Stadtentwicklung, ganz unabhängig von Olympia.“

Der Fraktion ist bewusst, dass Infrastrukturprojekte Zeit benötigen. Umso wichtiger sei es, jetzt entschlossen zu handeln. Die notwendigen Beschlüsse sollen noch in diesem Jahr in den Fachausschüssen und im Rat gefasst und die erforderlichen Mittel im nächsten Haushalt eingeplant werden.

„Für die Umsetzung ist vor allem die schwarz-grüne Landesregierung gefragt“, so Zabci. „Jetzt wird sich zeigen, ob das Land seine eigenen Ansprüche an nachhaltige Olympische Spiele ernst nimmt.“



Anzeigen aus der Region