Ein starkes Signal für die Vielfalt

Mönchengladbach

11. Hallenfußballturnier gegen Rassismus begeistert MG

Sport verbindet Menschen, baut Barrieren ab und setzt Zeichen, die weit über das Spielfeld hinausreichen. Am vergangenen Sonntag wurde die Sporthalle Krahnendonk in Mönchengladbach erneut zum Schauplatz für gelebte Integration: Zum elften Mal lud das traditionelle „Hallenfußballturnier gegen Rassismus“ dazu ein, gemeinsam für Respekt und gegen Ausgrenzung einzustehen. 

Eröffnet wurde der Turniertag feierlich durch die Vorsitzende des Ausschusses für Chancengerechtigkeit und Integration (ACI), Tülay Güler, gemeinsam mit der stellvertretenden Vorsitzenden Büsra Isik und dem Mitglied Osman Güven. In ihren Grußworten betonten sie die unverzichtbare Rolle solcher Veranstaltungen für das soziale Gefüge der Stadt. 

„Mönchengladbach ist bunt, und der Sport ist der beste Botschafter für ein friedliches Miteinander“, so die Botschaft der ACI-Spitze zum Auftakt. Dass dieses Event nach über einem Jahrzehnt eine solche Strahlkraft besitzt, ist dem unermüdlichen Einsatz der ACI-Mitglieder Dr. Ezzaldin Alazzeh und Bülent Bagir zu verdanken. Seit mehr als fünf Jahren koordinieren sie das Turnier mit großer Leidenschaft. In diesem Jahr gelang es ihnen erneut, ein beeindruckend diverses Teilnehmerfeld zusammenzustellen, das die internationale Seele Mönchengladbachs widerspiegelte. Neben etablierten Vereinen wie dem FC SOM und dem AFCM „African Football Club MG“ traten Mannschaften an, die verschiedene Gemeinschaften repräsentierten – darunter Teams aus Syrien, Afghanistan und die Tamilische Mannschaft. Auch die Ahmadiyya Muslim Jamaat, die Ditib, die IGMG, die Palästinensische Gemeinde MG e.V. und die AWO Mobile Jugendarbeit zeigten auf dem Parkett vollen Einsatz. 

Dieses breite Spektrum an Teilnehmern machte deutlich: Hier geht es um weit mehr als nur um den Sieg – es geht um Sichtbarkeit und Teilhabe. Trotz des freundschaftlichen Charakters wurde auf hohem Niveau um den Turniersieg gekämpft. In einem packenden Finale sicherte sich das Team DTP (DITIB) den ersten Platz. Den zweiten Rang belegte der Mitveranstalter, die Palästinensische Gemeinde Mönchengladbach e.V. (PGM), gefolgt vom FC SOM auf dem dritten Platz. 

Ein besonderes Highlight war die Torjagd von Hamza (AWO), der mit 11 Treffern Torschützenkönig wurde. Der wohl wichtigste Preis des Tages, der Fairnesspreis, wurde an den FC 1453 (IGMG) verliehen – eine Auszeichnung für vorbildliches sportliches Verhalten, die den Kern des Antirassismus-Gedankens perfekt traf. Für einen fairen und reibungslosen Ablauf sorgten die erfahrenen Schiedsrichter Semih Altan (ebenfalls ACI-Mitglied), Zafer Damar und Justin Stein vom Fußballverband Niederrhein (FVN). „Jedes Tor am heutigen Tag war ein Treffer gegen Vorurteile“, resümierte Mitorganisator Dr. Ezzaldin Alazzeh „Wir sehen hier Menschen, die sich im Alltag vielleicht nie begegnet wären, die aber heute gemeinsam lachen und Sport treiben. Das ist die Kraft der Integration.“ 

Das 11. Hallenfußballturnier gegen Rassismus hat einmal mehr bewiesen, dass Mönchengladbach eine Stadt ist, in der Zusammenhalt großgeschrieben wird. Die Veranstalter vom ACI und der PGM blicken stolz auf einen Tag zurück, der gezeigt hat: Auf dem Platz sind wir alle ein Team.



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