Von Buenos Aires nach Down Under – Beatles-Fans aus aller Welt treffen sich in der Beatles Gallery

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Foto: Uwe B.

Am heutigen Mittwoch wurde es in der Beatles Gallery The Green Walrus international: Besuch aus Buenos Aires und Sydney traf auf die Beatles-Leidenschaft in Dülken.

Was auf den ersten Blick wie ein ganz normaler Besuch von Beatles-Fans klingt, hat bei genauerem Hinsehen eine ganz besondere Geschichte.

Aus Buenos Aires kam Agnes C. Vermouth. Ihre Beatles-Leidenschaft begann bereits im Jahr 1971 – damals war sie gerade sechs Jahre alt. In einer Zeit, in der es alles andere als selbstverständlich war, Beatles-Fan zu sein, fühlte sie sich mit ihrer Begeisterung häufig allein. Während Mitschüler und Freunde ihre Leidenschaft nicht in gleicher Weise teilten, lebte Agnes über viele Jahre in ihrer ganz persönlichen Beatles-Welt. Erst nach der Corona-Pandemie öffnete sich diese lange bestehende „Beatles-Blase" wieder. Über soziale Medien, Podcasts und YouTube entdeckte Agnes zahlreiche engagierte Beatles-Fans und fand schließlich den Weg zurück in eine internationale Gemeinschaft, in der sie ihre Leidenschaft heute mit vielen anderen teilen kann. Seit einigen Jahren besucht sie regelmäßig die International Beatleweek in Liverpool und hat zahlreiche Beatles-Orte in London erkundet. Praktisch jede ihrer Reisen hatte bislang auch einen Bezug zu den Fab Four. Seit 2023 gehört außerdem der Cavern Club Buenos Aires wieder zu ihren regelmäßigen Anlaufstellen. Der mit dem berühmten Liverpooler Cavern Club verbundene Veranstaltungsort verfügt neben Museum und Café auch über einen Veranstaltungsbereich und bietet regelmäßig Tribute- und Coverbands eine Bühne. Agnes arbeitet heute im Rechnungswesen. Ausgebildet ist sie jedoch als Lehrerin für Englisch als Fremdsprache und war viele Jahre in der Unterhaltungsindustrie als Produktionsassistentin und Übersetzerin tätig. Darüber hinaus ist sie seit vielen Jahren Teil einer Beatles-Radioshow, die von engagierten Beatles-Kennern gestaltet wird – natürlich aus reiner Leidenschaft für die Musik der Fab Four.

Und dann ist da noch Siggi.
Siegfried (Siggi Schippke), geboren 1950 in Berlin, wanderte 1985 nach Australien aus. Eine berufliche Möglichkeit führte ihn damals nach Sydney, wo er eine Krawattenfabrik modernisieren und anschließend als Operations-Manager leiten sollte. Aus dem beruflichen Aufenthalt wurde schließlich ein neues Leben in Australien. Auch mehr als 40 Jahre später ist seine Verbindung zu Deutschland und insbesondere zu seiner alten Heimat Berlin nicht abgerissen. Vor allem aber ist seine Leidenschaft für die Beatles geblieben. Siggi reist regelmäßig nach Liverpool zur International Beatleweek. Seit vielen Jahren kennen sich die Verantwortlichen der Beatles Gallery und Siggi bereits über die Beatles-Szene – persönlich getroffen haben sie sich allerdings noch nie. Das änderte sich nun endlich.

Siggi hielt sich zu dieser Zeit bei Gunnar Holst in St. Hubert auf und machte auf seiner Reise einen besonderen Zwischenstopp: Am Mittwoch ging es nach Dülken in die Beatles Gallery.
Anschließend reiste Siggi weiter nach Salzburg-Obertauern. Dort wurden im März 1965 Filmszenen für den Beatles-Film „Hi-Hi-Hilfe!“ (Help!) gedreht. Bis heute erinnern dort gleich drei verschiedene Denkmäler an die Dreharbeiten. Danach ging es für Siggi wieder zurück nach Australien.

Damit trafen in der Gallery zwei Menschen aufeinander, deren Lebenswege geografisch kaum weiter auseinanderliegen könnten, die aber durch eine gemeinsame Leidenschaft verbunden sind: die Beatles.

Eine besondere Rolle bei diesem Treffen spielte Nathalie Strate aus Wegberg. Sie stellte den Kontakt zwischen Agnes und der Beatles-Szene her und kam ebenfalls mit in die Gallery. Nathalie und Agnes lernten sich zunächst über die sozialen Medien kennen, wo sie Beiträge miteinander teilten und kommentierten. Im Jahr 2025 kam es dann während der International Beatleweek in Liverpool zum ersten persönlichen Treffen. Nun führte der Weg alle zusammen nach Dülken.

Buenos Aires trifft auf Sydney, Wegberg verbindet die beiden und Liverpool ist der gemeinsame musikalische Mittelpunkt.

Für die Beatles Gallery ist dieser Besuch ein weiteres schönes Beispiel dafür, wie international die Beatles-Leidenschaft auch fast 60 Jahre nach dem Ende der Band noch immer ist. Menschen aus den unterschiedlichsten Ländern lernen sich über ihre gemeinsame Begeisterung kennen, treffen sich an Beatles-Orten und werden zu Freunden.



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