Danach stand die Etage eine Weile leer. Der reguläre Altenheimbetrieb sollte hier Einzug halten. Das dauerte ein wenig. Die Räume hatten einen ordentlichen Standard. Es lebten schließlich immer Menschen hier. Aber: Zunächst gab es Formalitäten zu erledigen und Genehmigungen einzuholen. Das ist nun alles vollbracht. Es wurde auch noch einmal renoviert. Das Erdgeschoss des Hauses 2 füllt sich nunmehr zusehends. Drei Bewohner/innen aus Haus 1 haben gerne die Chance genutzt, ein ebenerdiges Zimmer in Haus 2 mit Blick ins Grüne zu bekommen.
Gleich im Eingangsbereich ist ein Büro der Pflegedienstleitung entstanden. Vorteil: Der Besucher betritt das Haus 2 und trifft bei Bedarf gleich auf einen Ansprechpartner. In Haus 1 ist das ähnlich. Nahe des Eingangs hat Einrichtungsleiter Ulrich Jansen sein Büro.
Auch erfreulich: zwei ehemalige Mitarbeiterinnen der Beatmungsstation sind an ihre alte Wirkungsstätte "nach Hause" zurückgekehrt und verstärken mit gutem Bezug zum Haus als Pflegefachkräfte das Team.
11 Bewohnerinnen und Bewohner können im Erdgeschoss aufgenommen werden. Es gibt 7 Einzel- und 2 Doppelzimmer. Ein Ehepaar ist bereits eingezogen. Viele Altenheime haben keine Doppelzimmer mehr im Angebot. Ulrich Jansen: "Wir haben noch einige Doppelzimmer, die für die Menschen ein Gewinn sein können!" Für einen eventuellen Konfliktfall steht immer ein Einzelzimmer (ein sogenanntes "Krisenzimmer") zur Verfügung.
Die neuen Bewohner nehmen an allen Angeboten / Veranstaltungen teil und bekommen täglich Besuch von den Betreuungs-Assistenzen. Das Erdgeschoss wurde wohnlich freundlich gestaltet und dekorativ aufgewertet. Vor dem Haus sitzen die Bewohner/innen direkt im Grünen.
Veranstaltungen finden in beiden Gebäuden statt. Nach dem großen Sommerfest im Garten des Haus 1, gibt es kurze Zeit später noch ein kleines Sommerfest im Bereich von Haus 2. In der ehemaligen Kapelle (heutige Bibliothek) in Haus 2 finden Veranstaltungen wie Musik im Quartier oder Gottesdienste statt.
Fazit: Das Haus Nr. 2 nimmt bis zu 11 Bewohner/innen im Erdgeschoss neu auf. Der Integrationsprozess wurde aufmerksam gestaltet und ist bisher gut gelungen.