Bezirkshaushalt Süd: Haushaltssperre stoppt zweite Förderrunde

Odenkirchen

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Bei der CDU Odenkirchen ist die Enttäuschung groß, wie sie im Gespräch mit unserer Zeitung einräumt - denn: durch die von Stadtdirektor und Kämmerer Michael Heck am 3. Juli 2026 verfügte Haushaltssperre kann der Bezirkshaushalt im Stadtbezirk Süd in diesem Jahr nicht wie geplant in eine zweite Runde gehen. Damit können auch die noch verbliebenen Mittel nicht an Vereine, Initiativen und Projekte im Stadtteil ausgeschüttet werden.

Für den Stadtbezirk Süd standen (wie in den übrigen Stadtbezirken auch) im Haushalt 2026 insgesamt 100.000 Euro zur Verfügung. In der ersten Vergaberunde wurden Projekte mit einer Gesamtsumme von 63.630 Euro zur Förderung vorgesehen. Damit bleiben 36.370 Euro, die nun aufgrund der Haushaltssperre nicht mehr wie geplant in einer zweiten Runde vergeben werden können.

Bereits berücksichtigt wurden in der ersten Runde unter anderem die SpVg 05/07 Odenkirchen, der Bauverein Evangelische Hauptkirche Rheydt e.V., der Bethausverein Pongs, die St. Josef Bruderschaft Geistenbeck und der Förderverein des Ev. Altenheims Odenkirchen.

Besonders bedauerlich sei dies, da der Bezirkshaushalt den Menschen unmittelbar zugutekomme. Gefördert würden keine abstrakten Verwaltungsprojekte, sondern konkrete Maßnahmen, die das Zusammenleben im Stadtteil stärken: Vereinsarbeit, Begegnungsangebote, Projekte für Kinder und Jugendliche, Kultur, Brauchtum, Sport und soziale Initiativen.

Ratsherr Michael Schmitz: "Der Bezirkshaushalt ist eines der wenigen Instrumente, mit denen wir direkt und sichtbar in unseren Stadtteilen helfen können. Jeder Euro, der dort ankommt, unterstützt Menschen, Vereine und Initiativen, die sich ehrenamtlich für Odenkirchen und den gesamten Süden einsetzen.“ 

„Dass die zweite Runde nun durch die Haushaltssperre nicht stattfinden kann und rund 36.000 Euro nicht mehr ausgeschüttet werden können, ist für viele engagierte Menschen vor Ort ein herber Rückschlag. Einige Vereine hatten schon auf eine Förderung gehofft,“ weiß Ratsfrau Marion Gutsche. 
 
Die Haushaltssperre gilt seit dem 3. Juli 2026 und untersagt unter anderem die Verausgabung von Mitteln für freiwillige Aufgaben, zu denen die Stadt nicht verpflichtet ist. Genau darunter fallen auch die Förderungen, die über den Bezirkshaushalt möglich gewesen wären.



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