Gleichzeitig war es einer der letzten offiziellen Auftritte des Geistenbecker Kaiserhauses. Ein Abend, an dem Dank gesagt wurde: Dank für ein tolles Schützenjahr, aber auch der ganz persönliche Dank des Kaisers an all diejenigen, die ihn während seiner Amtszeit tatkräftig unterstützt und begleitet haben.
Die Feierlichkeiten begannen mit einem Wortgottesdienst, der von Maren Lünendonk gestaltet wurde. Sie hatte dabei eine wunderschöne kleine Predigt eingebaut, in der sie erklärte, was es eigentlich bedeutet, König (Kaiser) zu sein. Dabei ging es nicht nur um die Kette, die Krone oder die äußeren Zeichen einer Majestät. Viel wichtiger sei, wie man sich als König (Kaiser) verhält, wie man auftritt und wie man mit seinen Mitmenschen umgeht. Denn genau dieses Verhalten zeige, was es wirklich bedeute, eine Majestät zu sein.
Nach dem Gottesdienst zog die Bruderschaft gemeinsam mit ihren Gästen in das Pfarrheim ein. Dort begann der Abend mit herzlichen Worten des zweiten Brudermeisters Dietmar Plücken. Leider gab es auch einen kurzen Moment der Trauer. Pfarrer i. R. Johannes van der Vorst erinnerte an den verstorbenen Schützenbruder Oliver Klomp und sprach ein kurzes Gebet für ihn. Anschließend gedachte die gesamte Gemeinschaft in einer Schweigeminute seiner.
Danach wurde es wieder etwas fröhlicher. Die Wachgruppen bedankten sich bei ihren Majestäten mit einem Geschenk für das vergangene Schützenjahr.
Auch der Kaiser nutzte diesen besonderen Moment, um sich bei allen für das tolle Jahr zu bedanken. Dabei ehrte er noch einmal einige Helfer, die während seiner Amtszeit stets an seiner Seite standen und ihn mit viel Engagement und Unterstützung begleitet hatten.
Nach den zahlreichen Dankesworten folgte schließlich ein ganz besonderer Moment: der letzte offizielle Königstanz des Kaiserhauses.
Bei vielen weiteren Gesprächen, schönen Begegnungen und einem geselligen Abend ließ die Bruderschaft die Feierlichkeiten schließlich in fröhlicher und harmonischer Stimmung ausklingen. Ein besonderer Abend, der nicht nur dem Dank für ein gelungenes Schützenjahr galt, sondern auch daran erinnerte, dass jede Regentschaft irgendwann zu Ende geht. Die Ära des Kaisers neigt sich langsam dem Ende zu – doch die vielen schönen Erinnerungen an dieses besondere Jahr werden bleiben.