Der Heimatverein Odenkirchen hat mit dem Odenkirchener Kunst- und Hobbymarkt, dem Martinsmarkt und dem Martinszug an diesem Wochenende ein hohes Veranstaltungspensum absolviert.
Über den Start des OKUHOM haben wir bereits gestern berichtet (Odenkirchener Kunst- und Hobbymarkt eröffnet | Beitrag vom 8.11.2025). Heute lief der OKUHOM den 2. Tag. Die Beschränkung auf eine vernünftige Zahl von Ausstellern hat sich als goldrichtig herausgestellt.
Während der OKUHOM lief, bereitete Vorstandsmitglied Michael Thomaßen noch letzte Details für den Martinszug vor. Dabei musste er feststellen: Stefan Zimmermanns hatte zwar reichlich Euro-Paletten für das Martinsfeuer kostenlos angeliefert - 10 Paletten waren aber von Unbekannten gestohlen worden. Ebenfalls entwendet wurden Verkehrszeichen, die ein Parkverbot auf Höhe des Martinsfeuers auswiesen. Das brachte Probleme mit falsch geparkten Autos. Gott sei Dank waren beide Probleme in den Griff zu bekommen.
Der OKUHOM schloss am Sonntagnachmittag um 16.00 Uhr seine Pforten, da schwenkte das Vorstandsteam mehrheitlich auf den Martinsmarkt. Der Markt öffnete um 15.30 Uhr. In diesem Jahr zum zweiten Mal unter der Schirmherrschaft des HVO - bestückt aber von Odenkirchener Vereinen. Die Basketballer von 05/07 verstärkten die Vereine mit einem Stand, der Plätzchen und gebrannte Mandeln anbot. Die Geistenbecker Schützen waren ebenfalls erstmalig dabei und betrieben das Kinderkarussell mit großem Erfolg. Am Ende des Abends erfüllte sich Vorstandsmitglied Andrea Halm einen Wunsch: sie drehte einige Runden mit dem Karussell. Sie strahlte! Die Ruet-Wissen Karnevalisten erweiterten das Vorjahresangebot um eine Gulaschsuppe.
Eine Frauenarbeitsgemeinschaft bot an ihrem Stand frische Waffeln an. 25 Kilogramm Waffelteig waren vorrätig. Mit Dr. Alexander Gutsche backte hier ein Mann Waffeln um die Wette. Und: die waren sehr gut. Natürlich wurden die Waffeln weggeputzt. Außerdem war heißer Kakao im Angebot. Hier haben die Aktiven einen Kakaodispenser angeschafft. Der erhitzt nicht nur den Kakao, sondern hält ihn auch in Bewegung. Angebrannter Kakao gehört damit der Vergangenheit an.
Bei American Sports gab es nichts zu Essen und nichts zu Trinken - sondern sportliche Spiele und Vorführungen der Cheerleader-Truppe. Bei den Vorführungen der Cheerleader gab es ein riesiges Publikumsinteresse und am Schluss großen Beifall. Vorsitzende Steffi Radeck hat es gefreut. American Sports, seit geraumer Zeit auf der Bezirkssportanlage Odenkirchen-Süd zu Hause, und sind mittlerweile "ein gutes Stück Odenkirchen".
Der Besuch des Martinsmarktes war sehr gut. Auch wenn der Markt bis um 20.00 Uhr geöffnet war - kurz nach 19.00 Uhr waren die Stände mehrheitlich ausverkauft. Uwe Wessel vom Turnverein Odenkirchen stellte fest: "Die Zusammenarbeit zwischen den Vereinen war in diesem Jahr sehr intensiv und gut. Nach der Premiere im Vorjahr sind wie weiter zusammengewachsen."
Über einen ganz lieben Besuch an diesem Nachmittag wollen wir an dieser Stelle auf jeden Fall berichten. Karl-Heinz und Lore Knuppertz hatten es sich nicht nehmen lassen mit ihrem Wohnmobil anzureisen. Familie Knuppertz und ihr Team haben jahrzehntelang viele Veranstaltungen dieser Stadt gastronomisch betreut. Dazu zählte auch die Ausrichtung des Odenkirchener Martinsmarktes. Was wir an Familie Knuppertz gehabt haben, das wussten wir erst, als Karl-Heinz und Lore in den beruflichen Ruhestand gingen. Am Nachmittag des 9.11. mussten die beiden Ruheständler eine Menge Hände schütteln. Die Odenkirchener haben sich über diesen Besuch sehr gefreut.
Die Besucherzahl des Martinsmarktes ist schwer einzuschätzen, da es auf solch einem Markt ein Kommen und Gehen gibt. 1.500 Gäste dürften es aber mindestens gewesen sein.
Die Uhr tickte: 18.00 Uhr rückte näher. Der letzte Glockenschlag war verklungen, da setzte sich der Martinszug pünktlich in Bewegung. Die Teilnehmerzahl hat vom letzten Jahr mit 1.300 Teilnehmern auf 1.650 Teilnehmer in diesem Jahr noch einmal zugelegt. Angeführt wurde der Zug von St. Martin (Florian Vogels) mit einem Pferd aus dem Reitstall Krings. Der Bettler wurde von Stefan Schippers dargestellt. Im Zug: viele Odenkirchener mit ihren Kindern, Schüler des Gymnasiums Odenkirchen, der Gemeinschaftsgrundschule Astrid-Lindgren, der kath. Grundschule Bell und Kinder der Kita Kamphausener Straße. Der absolute Hingucker waren die Klassenverbände der Beller Schule mit ihren selbstgebastelten Fackeln.
Abgesichert und begleitet wurde der Zug von der Polizei, zwei Kradfahrern der JOHANNITER und den Maltesern. Die Freiwillige Feuerwehr sorgte für das Martinsfeuer. Die Großfackeln waren von den teilnehmenden Schule und der Kolpingsfamilie Odenkirchen. Die Martinsgeschichte las - wie schon im Vorj- ahr Henri Schauten, Schüler des Odenkirchener Gymnasiums. Wie sehr jedes Detail zum Erfolg nötig ist, zeigt das Beispiel der Familie Pasch. Die liefert als Nachbar der Wiese vor dem Altenheim schon seit 2009 kostenlos den Strom. Diese gute Tat hat die Familie vom Vorbesitzer ihres Hauses übernommen.
Die Technik für die Abschlussfeier wurde von Patrick Schäfer gestellt.
Am Ende des Tages waren die Aktiven geschafft aber glücklich. Das Wochenende zeigt, was ehrenamtlich geschafft und geschultert werden kann, wenn sich ein Team zusammenfindet, das dann auch noch zusammenwächst.
Es wäre nicht Burkhard Halm, hätte er nicht die Termine für das attraktive Odenkirchener Wochenende im kommenden Jahr parat:
- Samstag, 7. November 2026 und Sonntag 8. November 2026: OKUHOM in der Burggrafenhalle
- Sonntag, 8. November 2026, 15.30 - 20.00 Uhr: Martinsmarkt auf dem Martin-Luther-Platz
- Sonntag, 8. November 2026, 18.00 Uhr: Martinszug ab Burgfreiheit