Vorsitzendenrunde des Odenkirchener Heimatvereins

Odenkirchen

v. l.: Udo Herzberg, Ulrich Elsen, Burkhard Halm, Andrea Halm | Fotos: Werner Erkens

Heute, am 11. April 2026, trafen sich die Vereinsvertreter zur Vorsitzendenrunde im Vorsthaus. Gastgeber war die Geistenbecker Bruderschaft.

Brudermeisterin Kerstin Langenberg stellte die Bruderschaft, der sie vorsteht, kurz vor. Dabei zeigte sich auch: die Geistenbecker Schützen haben einen Plan. Gegründet wurde die heutige Bruderschaft am 12. Februar 1893 als Schützenverein. Die Umbenennung zur Schützenbruderschaft erfolgte am 19. Februar 1927. Seit 1981 werden Frauen aufgenommen. Die 1. Schützenkönigin Ulrike Stegmann regierte 1997. Seit 2025 werden die Geistenbecker Schützen von einer Brudermeisterin angeführt.

Die Schützen wissen: die Zukunft liegt in der Jugend. Deshalb wird ein stärkerer Fokus darauf gelegt, jüngere Menschen zu begeistern. Vom 30. Mai bis 1. Juni steht in diesem Jahr das Schützenfest auf dem Programm. Eine Neuerung gibt es am 11. Juli 2026: Die Bruderschaft feiert ein Sommerfest mit Spiel und Spaß für die ganze Familie - gemeinsam mit dem Vogtgeding des Geistenbecker Bürgervereins.

Weitere Veranstaltungen:

  • 26.05.2026: Kindergartenschützenfest
  • 17.10.2026: Krönungsball
  • 27.11.2026: Glühweinabend
  • 08.11.2026: aktive Teilnahme am Martinsmarkt

Erfreulich: Die Bruderschaftler konnte in diesem Jahr 26 neue Mitglieder aufnehmen. Die Devise der Bruderschaft: Glaube, Sitte, Heimat: Tradition erleben, Gemeinschaft spüren, Freundschaft fürs Leben - wir freuen uns auf Dich!      Kontakt: Kerstin Langenberg, Mail: brudermeister@bruderschaft-geistenbeck.de

Unter den Gästen: Bezirksbürgermeister Ulrich Elsen, Bezirksverwaltungsstellenleiter Udo Herzberg und Dirk Schattka, Leitender Branddirektor dieser Stadt. Er hatte einen Vortrag im Gepäck, der einen Überblick über vorbereitende Maßnahmen für einen Krisenfall gab. Für verschiedenste Szenarien gibt es den entsprechenden Krisenstab. Ein mögliches Szenario in unserer heutigen Zeit wäre eine Energiemangellage. Dazu gehört, dass die Feuerwehr auch funken kann bei Ausfall des Digital-Netzes. Drei unterschiedliche Satelliten-Netze stellen das sicher.

Zu einer Vorbereitung gehören auch so simple aber praktische Dinge wie das Vorhalten von Transportanhängern zum Verteilen von Kraftstoff. Jodtabletten sind dezentral eingelagert. Das ermöglicht eine schnelle und flächendeckende Verteilung bei einem atomaren Unfall. Insbesondere alle Feuerwehrwachen nehmen sogenannte Leuchtturmfunktionen wahr. Bei Problemlagen finden die Bürger hier Hilfe.

Was Schutzräume (z. B. Bunker) angeht, hat der Bund ein Schutzkonzept in Arbeit, das sich u. a. mit sicheren Kellern, öffentlichen Schutzräumen und der zentralen Alarmierung beschäftigt.

Wer mehr Information haben möchte: Due Feuerwehr hält zwei Broschüren bereit: 

  • Vorsorgen für Krisen und Katastrophen - herausgegeben vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe   und
  • Verhalten im Notfall - erstellt von der Feuerwehr Mönchengladbach.

Burkhard Halm berichtete von der guten Entwicklung des Martinsmarktes. Die teilnehmenden Vereine legen für eine Spende zusammen, die in diesem Jahr an die Kinderwohngruppe in der Schmidt-Bleibtreu-Straße gehen soll.

Der HVO-Vorsitzende stellte auch neue Veranstaltungen vor: Kennenlern-Treffen im Burgturm. Dort finden auch kurzweilige Quizveranstaltungen statt. Nicht neu aber wichtig: am 15.11.2026 treffen sich die Odenkirchener zu einer Gedenkfeier anlässlich des Volkstrauertages - diesmal auf dem Ev. Friedhof Odenkirchen.

Moniert wurde der oft desolate Zustand von Bürgersteigen nach Verlegung von Glasfaser. Udo Herzberg und Ulrich Elsen nahmen das aufmerksam zur Kenntnis. Elsen ermunterte die Odenkirchener, die Mängel klar zu benennen. Er kennt das Thema aus eigener Erfahrung. 

Es gab aber nicht nur Kritik, sondern auch ein ausdrückliches Lob aus der Vereinsrunde heraus - und zwar für Bezirksverwaltungsstellenleiter Udo Herzberg, der sich den Hinweisen aus der Bürgerschaft umgehend annimmt. 

Egon Krieger regte schriftlich an, der Odenkirchener Künstlerin Marianne Hilgers eine Ausstellung zu widmen. Burkhard Halm bestätigte, dass er diesen Vorschlag in Zusammenarbeit mit Sohn Gregor Strunk in der Kirche von SLO umsetzen möchte.

Die Homepage des Heimatvereins beinhaltet eine Kontaktliste von Vereinen. Um Probleme mit Datenschutzrichtlinien aus dem Weg zu gehen, wird die Liste künftig ausgeblendet.

Eine gute Nachricht: Der Heimatverein Odenkirchen feiert in diesem Jahr sein 75jähriges Bestehen. Ein kleiner Empfang und ein Bürgerfest auf dem Martin-Luther-Platz sind in der Planung. Termin: 20. Juni 2026.

Bezirksbürgermeister Uli Elsen berichtete von einem Realitätsschock, den die Bürger in der heutigen Zeit erleiden können. Deshalb seien Notfallpläne, die Dirk Schattka vorgestellt hatte so wichtig. Elsen dankte aber auch dem Heimatverein, den Vereinen generell und der Lokalpolitik. Deren vernetztes und i. d. R. ehrenamtliches Wirken seien für den Bürger gerade in der heutigen Zeit enorm wichtig.

Der Bezirksbürgermeister wies auch auf den Bezirkshaushalt hin. Hier können Vereine noch Zuschussanträge zu ihren eigenen Projekten stellen. Es gibt am 17.6. und am 10.9.2026 entsprechende parteiübergreifende Sitzungen, während der über die Mittelvergabe entschieden werde.

In Odenkirchen gibt es seit einigen Jahren eine (von der Verwaltung überwachte) Grundwasserverunreinigung durch den Schadstoff Chrom. Im Moment gebe es keine Gefahrenlage für die Odenkirchener. 

Angerissen wurde auch das Thema negativ veränderte Debattenkultur u. a. durch sog. soziale Medien. Eine Debatte über den Umgang miteinander, die auch im HVO geführt werden könne. Angeregt wurde ein Diskussionsabend unter dem Thema: "Wie wehre ich mich gegen Häme auch im Netz und wie gehe ich damit um?" Allgemeine Zustimmung.

Die Sitzung endete um 12.40 Uhr mit der Überreichung eines Blumenstraußes an HVO-Schriftführerin Andrea Halm durch den Bezirksbürgermeister. Diese wertschätzende Geste ist eine gute Tradition.  



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