In Mönchengladbach ist das Geld mehr wert als in Köln, Frankfurt und Berlin

Mönchengladbach

Aktuelles IW-Ranking belegt: Mönchengladbach auf Platz 57 von 109 kreisfreien Städten | Wachsende Wirtschaft, moderates Preisniveau, steigende Kaufkraft

Wer mehr verdient, muss nicht zwingend mehr davon haben. Das ist die Kernbotschaft eines aktuellen Rankings des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) Köln, das jetzt veröffentlicht wurde und das für Mönchengladbach eine eindeutige Aussage bereithält: Der Euro ist hier mehr wert als in den meisten deutschen Großstädten.

Was Kaufkraft wirklich bedeutet
Das IW Köln berechnet für alle 400 deutschen Kreise und kreisfreien Städte ein preisbereinigtes Pro-Kopf-Einkommen: das verfügbare Nettoeinkommen nach Steuern und Sozialbeiträgen, gemessen an den tatsächlichen Lebenshaltungskosten vor Ort. Besonders die hohen Wohnkosten in Großstädten zehren die nominal hohen Einkommen auf und drücken die Kaufkraft deutlich. Wer auf dem Papier mehr verdient, kann sich davon in teuren Städten oft weniger leisten.

MG auf Platz 57 von 109 — vor Köln, Frankfurt und Berlin 
Unter den 109 kreisfreien Städten Deutschlands belegt Mönchengladbach mit einem preisbereinigten Pro-Kopf-Einkommen von 26.270 Euro den Platz 57. Das eigentliche Bild zeigt sich im direkten Vergleich mit den deutschen Metropolen (siehe Tabelle)

Die Zahlen sprechen für sich: Köln verdient nominell fast 3.300 Euro mehr pro Kopf — landet aber trotzdem zwei Plätze hinter Mönchengladbach, weil das Preisniveau dort fast 10 Prozent über dem Bundesdurchschnitt liegt. Frankfurt bringt nominal 29.442 Euro auf die Waage und rangiert dennoch auf Platz 71, weil das Leben dort 14,6 Prozent teurer ist. Berlin belegt Platz 92. In Mönchengladbach liegt das Preisniveau mit einem Index von 97,0 dagegen knapp unter dem Bundesdurchschnitt. Von dem Geld das die Menschen bei uns verdienen, können sie sich mehr leisten.

Im NRW-Vergleich belegt Mönchengladbach Platz 13 von 23 kreisfreien Städten — klar vor dem gesamten strukturschwachen Ruhrgebiet, das das Ende des nationalen Rankings besetzt.

Der Trend zeigt nach oben
Das ist keine Momentaufnahme. Die Zeitreihe des IW belegt einen anhaltenden Aufwärtstrend: Das verfügbare Einkommen je Einwohner in Mönchengladbach stieg von 24.271 Euro (2020) auf 28.849 Euro (2023) — ein Plus von 4.578 Euro oder fast 19 Prozent in drei Jahren. Bemerkenswert ist der Vergleich mit den großen Metropolen: Hamburg (+18,8 Prozent, Rang 72), Köln (+18,2 Prozent, Rang 94), Stuttgart (+17,8 Prozent, Rang 103), Düsseldorf (+18,0 Prozent, Rang 99) und München (+17,8 Prozent, Rang 102) wuchsen alle langsamer. Die Richtung ist eindeutig und konsistent: Mönchengladbach gewinnt — absolut und relativ. Wirtschaftliche Dynamik als Fundament Diese Kaufkraftentwicklung ist das Ergebnis einer messbaren wirtschaftlichen Aufwärtsdynamik — die zudem weit über dem Landestrend liegt. Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten am Arbeitsort Mönchengladbach wuchs zuletzt deutlich stärker als im Durchschnitt NRWs. Die Gewerbesteuereinnahmen je Einwohner stiegen von 568 Euro (2016) auf 984 Euro (2024) — ein Plus von 73 Prozent — und haben damit das NRW-Niveau übertroffen. Der Saldo aus Gewerbeanmeldungen und -abmeldungen drehte von –220 auf +522, die Insolvenzverfahren sanken um 7,5 Prozent, während sie in NRW um 13,5 Prozent zunahmen. Und das Bruttoinlandsprodukt der Stadt legte seit 2010 um über 50 Prozent auf 10,9 Milliarden Euro (2023) zu.

Was Unternehmen erwirtschaften, kommt als Einkommen bei den Menschen an. Das zeigt dieses Ranking. Strategischer Rahmen: Gesamtstrategie 
Diese Entwicklung ist kein Selbstläufer — sie ist das Ergebnis strategischer Weichenstellungen. Mit der städtischen Gesamtstrategie hat die Stadt Mönchengladbach einen verbindlichen Orientierungsrahmen geschaffen, der wirtschaftliche Stärke als zentrale Voraussetzung kommunaler Handlungsfähigkeit verankert. Im Handlungsfeld Wirtschaft setzt die Stadt dabei auf vier konkrete Potenzialfelder: Datenökonomie und digitale Wertschöpfung, dekarbonisierte und zirkuläre Wertschöpfung, nachhaltige und innovative Textilindustrie sowie ressourceneffizienter Maschinenbau. Begleitet werden diese durch strategische Initiativen — vom Aufbau des Wissens- und Innovationscampus WICMG über das Gewerbeflächenkonzept bis hin zur Transformation des Standorts T7 zum Innovationszentrum für Textilproduktion. Die Gesamtstrategie verbindet Zielmonitoring und Maßnahmencontrolling in einem lernenden Steuerungskreislauf. Das aktuelle IW-Kaufkraftranking ist darin ein Messsignal: Es zeigt, dass die eingeschlagene Richtung stimmt — und dass Mönchengladbach auf dem Weg ist, seinen Platz unter den wirtschaftsstärksten Städten Deutschlands weiter auszubauen. 

Oberbürgermeister Felix Heinrichs: "Wer in Mönchengladbach lebt, hat mehr von seinem Einkommen als in Köln, Frankfurt oder Berlin - das belegt das IW schwarz auf weiß. Hinter dieser Zahl steckt kein Zufall: Unsere Wirtschaft wächst schneller als der NRW-Durchschnitt, mehr Unternehmen melden sich an als ab, die Gewerbesteuereinnahmen haben das Landesniveau übertroffen. Diese wirtschaftliche Stärke kommt direkt bei den Menschen an - und wir werden alles daransetzen, diese Dynamik zu festigen." 



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